„Nachhaltig leben“ am Beispiel der Indianer
Bei dem Thema „Nachhaltigkeit bzw. nachhaltig leben“ dachte der Wittlicher Turnverein an Indianer.
Indianer deshalb, weil diese mit ihrer Natur in Einklang lebten.
Aus diesem Grund entschieden wir uns für einen Ort, der nahe an die Natur angebunden ist.
Besonders dafür geeignet erschien uns die Feuerwehrwiese im Mundwald, wo die Kinder durch Waldbesuche die Nachhaltigkeit selbst erleben konnten.
Die Freizeit erstreckte sich über die letzte Ferienwoche vom 13. bis 17. August 2007.
Wir trafen uns täglich um 8.00 Uhr. Montag, Dienstag und Freitag wanderten wir vom Parkplatz Hotel Lindenhof aus zur Feuerwehrwiese. Mittwoch und Donnerstag gingen wir in die Turnhallen der Berufsbildenden Schule bzw. Dualen Oberschule.
Die Wiese der Feuerwehr erreichten wir zwischen 8.15 und 8.20 Uhr. Zu Beginn machten versammelten wir uns in einem Morgenkreis, um den Teilnehmern einen groben Tagesüberblick zu geben. Danach konnten die siebzig Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren bei kleinen Spielen Energie tanken um wach zu werden für den Tag.
Nach dem darauffolgenden Frühstück wurde das für jeden Tag individuell gestaltete Programm durchgeführt:
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Montag: - Einteilung der Kinder in Indianerstämme - Kennenlernspiele - Gestalten von T-Shirts - Waldbesuche der einzelnen Gruppen - Materialien für das Indianerlager sammeln |
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Dienstag: - Kriegsbemalung - Waldrallye mit Quiz und Fährtenlesen - Siegerehrung der Waldrallye |
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Mittwoch: - Vorstellen des Vereins: 5 Stationen mit Leichtathletik, Turnen, Judo, Basketball und Trampolin |
| Donnerstag: - Basteln und Gestalten der Indianertrommeln und –schmuck - Spiele mit allen Stämmen zusammen - Proben für den Abschlusstag: Indianertanz/Trommeln
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| Freitag: - Waldbesuche - Materialien sammeln für Tipis und Marterpfahl - Backen von Stockbrot am Indianerfeuer und Verzehr von weiteren Köstlichkeiten - Einladen der Eltern: Vorführung des Indianertanzes (leider ausgefallen aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse) |
| Zwischen den einzelnen Programmpunkten hatten die 70 Kinder genug Zeit bei Freispielen Energie zu tanken und sich auszutoben. Außerdem gab es jeden Tag Obst und Getränke für kleine Pausen zwischendurch. In dem Abschlusskreis, der am Ende eines jeden Tages abgehalten wurde, konnten die Kinder den Tag noch einmal reflektieren und sagen, was ihnen besonders gefallen hat, um den Betreuern und Organisatoren ein Feedback zu geben. |
| Tagesberichte |
| 1. Tag: Montag, 13. August 2007 |
| Einführen der Kinder in das Indianerleben |
| Die Kinder trafen sich am Montagmorgen um 8.00 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf dem Parkplatz Hotel, wo die Betreuer schon auf sie warteten. Nach Ankunft der 70 Kinder begaben sich alle Beteiligten auf den Weg durch den Mundwald zur Wiese der Feuerwehr Wittlich. Wir versammelten uns als erstes in einem Begrüßungskreis und teilten die Kinder in Gruppen von je 14 Kindern ein. In jeder Gruppe befanden sich zwei Betreuer, die auch Ansprechpartner für die Kinder waren. |

| Nach dem Erstellen der Gruppen folgte eine Kennenlernphase der Teilnehmer untereinander. Im Anschluss an die Spielphase folgte das Frühstück mit selbst mitgebrachten Lunchpaketen. Obst und Getränke stellte der WTV den Kindern zur Verfügung. Der WTV entschied sich bewusst für Obst, da die Indianer auch gesund lebten. Gegen 10.00 Uhr verteilten die Betreuer die von der Sportjugend gestellten T-Shirts an die Kinder. In einer Bastelphase gestalteten die 70 Teilnehmer ihre T-Shirts mit Textilstiften und Scheren. Jede Gruppe hatte sich einen Stammesnamen sowie ein dazugehöriges Symbol ausgedacht und auf den T-Shirts verewigt. Den passenden Indianerlook erlangten die T-Shirts durch das Schneiden von Franzen mit der Schere. Neue Energie tankten die Kinder bei Freispielen bevor es auf eine Entdeckungstour durch den Wald ging. Dort kletterten die Kinder in Gruppen und entdeckten nahegelegene Höhlen. Danach setzten sich die Betreuer mit ihren Gruppen im Wald zusammen und fragten die Kinder nach ihren Bastelwünschen. |

| Zudem wurden Ideen für ein Indianerlager gesammelt.
Nach dem Sammeln der Materialien im Wald für das Indianerlager begaben sich die Gruppen wieder zurück zur Wiese zum Freispielen und zum Einnehmen einer Zwischenmahlzeit mit Obst und Getränken. Gegen 13.40 Uhr trafen sich alle Gruppen zu einem Abschlusskreis, um den Tag Revue passieren zu lassen. Das Feedback der Kinder, was ihnen gut gefallen hatte und auch was nicht gut ankam, war den Betreuern für die folgenden Tage ganz wichtig. Im Anschluss an den Abschlusskreis wanderten die 70 Kinder mit ihren Betreuern wieder zum Parkplatz Hotel Lindenhof, wo die Eltern schon auf ihre Kinder warteten. |
| 2. Tag: Dienstag, 14.08.07 |
| Die Waldrallye |
| Wie schon am Tag zuvor trafen sich Betreuer und Kinder auf dem Parkplatz Hotel Lindenhof um 8.00 Uhr und gingen zur Feuerwehrwiese. Nach einer zehnminütigen Wanderung kamen die Beteiligten an und versammelten sich im Morgenkreis. Die Kinder bekamen einen Überblick über die Aktivitäten des Tages. Anschließend gingen die Teilnehmer in ihre Gruppen und die Betreuer erklärten den Ablauf der Waldrallye. Vor dem Start bekamen die Kinder noch ihre Kriegsbemalung. |

| Nach einer Freispielphase zum Energietanken startete die Waldrallye um 9.30 Uhr. Auf dem Weg durch den Wald erhielten die Kinder Informationen über den Wald und über das Leben der Indianer. Zudem wurden Tierspuren im Wald verteilt, die gefunden und richtig zugeordnet werden mussten. Die Rallye erstreckte sich über 90 Minuten pro Gruppe. |

| Die einzelnen Gruppen starteten in einem Abstand von circa 30 Minuten. Sobald die Stämme die Feuerwehrwiese wieder erreicht hatten, wurden den Kindern Fragen zu den Informationen gestellt, die auf der Rallye vermittelt worden waren. Vor dem Freispielen bekamen die Kinder ihre übliche Ration an Obst und Getränken.Gegen 13. 30 Uhr fand eine Siegerehrung statt. Jeder Teilnehmer erhielt eine Urkunde mit seinem Namen. Im darauffolgenden Abschlusskreis erfolgte wieder eine Aussprache zwischen Kindern und Betreuern. Um 13.50 Uhr beendeten alle Beteiligten den 2. Tag der Ferienfreizeit mit dem Rückweg zum Parkplatz Hotel Lindenhof. |
| 3. Tag: Mittwoch, 15.08.07 |
| Der Tag des Sports |
| Ein besonderer Tag wurde dem Sport gewidmet. Die Kinder erhielten einen Einblick in die verschiedenen Abteilungen des WTV wie Turnen, Basketball, Trampolin, Leichtathletik und Judo. Nach Ankunft der Kinder um 8.00 Uhr und dem Einteilen in Gruppen wurde in der Halle der Berufsbildenen Schule ein Morgenkreis aufgestellt, um den Kindern einen Tagesüberblick zu verschaffen. Angefangen wurde mit einigen Aufwärmspielen zum Wach werden. Während der Aufwärmphase konnten die fünf Abteilungen dann ihre Stationen aufbauen. Jede der fünf Gruppen blieb 45-50 Minuten an einer Station. An den Stationen konnten die Kinder selbst die verschiedenen Sportarten testen. Nachdem zweimal die Station gewechselt worden war, gab es eine Frühstückspause von 30 Minuten mit Obst und Getränken. Außerdem konnten die Teilnehmer in dieser Zeit frei spielen und Energie tanken. Nach den nächsten zwei Stationen hatten die Kinder noch einmal die Gelegenheit eine Zwischenmahlzeit zu sich zu nehmen, bevor es zu der letzten Station ging. Nachdem sich jede Station jeder Gruppe vorgestellt hatte, wurde die Turnhalle der Berufsbildenen Schule wieder aufgeräumt und die Kinder versammelten sich in einem großen Kreis, um ihre Erfahrungen, die sie in den 5 Abteilungen gemacht hatten, allen mitzuteilen. So ging auch der dritte Tag der Ferienfreizeit zu Ende. Die Eltern holten ihre Kinder um 14.00 Uhr an der Turnhalle ab. |
| 4. Tag: Donnerstag, 16.08.07 |
| Basteln und Gestalten |
| Der vierte und vorletzte Tag von „Ferien am Ort“ war ganz dem Basteln und Gestalten gewidmet. Allerdings konnten die Kinder und ihre Betreuer aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse nicht auf die Feuerwehrwiese gehen, sondern mussten sich mit der Turnhalle der Dualen Oberschule behelfen. Das morgendliche Ritual des Morgenkreises wurde auch am vierten Tag wieder durchgeführt. Die Kinder konnten selbstständig entscheiden, ob sie lieber mit Spielen oder Basteln beginnen wollten. Allerdings starteten wir alle zusammen diesen Tag mit einem kleinen Aufwärmspiel.Einige Stämme gestalteten ihre Indianertrommeln, während andere Gruppen vor dem Frühstück mit dem Basteln von Indianerschmuck wie Ketten, Stirn- und Armbändern begonnen hatten. Gegen 9.30 Uhr machten alle Kinder mit ihren Betreuern eine Pause zum Frühstücken. Nach 20 Minuten begaben sich einige Gruppen wieder an ihre Bastelarbeiten, während andere frei spielten und dabei Trampolin, Matten und Bälle einsetzten.Zwischendurch konnten die Stämme Pausen einlegen, um Zwischenmahlzeiten mit Obst und Getränken zu sich zu nehmen. Danach übten die Gruppen ihren Tanz für das Abschlussevent ein.Im Anschluss daran konnten sich die Kinder bei Freispielen wieder selbst beschäftigen, bevor es zum Abschluss noch ein gemeinsames Völkerballspiel mit allen Kindern und Betreuern gab. Im Abschlusskreis des vierten Tages zeigten die Kinder stolz ihre gebastelten Trommeln und ihren Schmuck. Um 14.00 Uhr wurden alle Teilnehmer von ihren Eltern abgeholt. |
| 5. Tag: Freitag, 17.08.07 |
| Der Abschlusstag |
| Zur gewohnten Zeit, 8.00 Uhr, trafen sich die Beteiligten wieder auf dem Parkplatz Hotel Lindenhof, bevor sie ein letztes Mal die Wanderung durch den Wald zur Feuerwehrwiese in Angriff nahmen. Dort angekommen, bekamen die Kinder einen Überblick, was sie am letzten Tag alles erleben sollten. Nach einer Spielphase zum Austoben und Wach werden begaben sich die Kinder und Betreuer zum Frühstück. Im Anschluss gingen einige Gruppen in den Wald und sammelten Stöcke um Tipis im Indianerlager zu errichten. |

| Eine andere Gruppe entdeckte einen großen Stamm im Wald und verwendete diesen als Marterpfahl. Dieser wurde mit Stiften gestaltet und im Indianerlager aufgestellt.
Nach einer kurzen Spielphase probten einige Stämme für ihre Aufführung. Danach entzündeten die Betreuer ein Indianerfeuer und die Kinder hatten viel Freude beim Backen von Stockbrot. |

| Zudem spendierte der WTV den Kindern leckeren Fleischkäse mit Brötchen. Um 13.00 Uhr erschienen die eingeladenen Eltern. Leider konnte die von ihren Kindern eingeübte Aufführung aufgrund schlechter Witterungsverhältnisse nicht gezeigt werden. Doch nahmen die Kinder viele neue Erfahrungen und positive Eindrücke nach einer ereignisreichen Woche mit nach Hause. |

