Wettkämpfe Disziplinen

Das Ziel der Sportler ist es, eine vorgegebene Strecke im Becken in einer festgelegten Schwimmlage in einer möglichst kurzen Zeit zu bewältigen. Dabei gelten die Regeln der nationalen Schwimmverbände sowie auf internationaler Ebene die Vorschriften des Weltschwimmverbandes FINA.
Es müssen vier Schwimmstile unterschieden werden:

Da wäre zunächst das Brustschwimmen, das in der Ausbildung in der Regel als erstes erlernt wird. Trotzdem ist das Brustschwimmen der komplexeste und, um auf  Wettkampfniveau zu schwimmen,  der schwierigste zu erlernender Stil, da viele Details beachtet werden müssen. Die Arme werden unter der Wasseroberfläche zusammenliegend gleichzeitig nach vorne gebracht und anschließend an beiden Seiten des Körpers nach hinten bewegt. Die Hände sind hierbei so gedreht, dass sie möglichst viel Wasser fassen und so einen Schub nach vorne ermöglichen können. Durch einen Grätschschwung bieten die Beine die meiste Fortbewegung nach vorne. Im Vergleich mit den anderen Schwimmarten ist Brust der langsamste Stil.

Die schnellste Fortbewegung im Wasser ist Kraul. Auf Wettkämpfen gibt es für Kraul keine eigenen Rennen, diese werden unter dem Namen „Freistil“ geführt. Die Schwimmer dürfen wählen, in welcher Lage sie schwimmen möchten. Da sich die Schwimmer jedoch im Kraulstil am schnellsten fortbewegen können, wird auch meist dieser Stil gewählt. Beim Kraulstil bewegen sich die Beine im Wechsel auf und ab, während die Arme am Körper vorbei über der Wasseroberfläche nach vorne und dann ins Wasser  hinein geführt werden, wo die Druckphase erfolgt.

Peter John Weissmüller war im Jahr 1922 der erste Mensch, der die 100 m Freistil in einer Zeit unter einer Minute schwamm.

Auf  Wettkämpfen gibt es nur eine Schwimmlage, die in Rückenlage ausgeführt wird. Das Rückenschwimmen gleicht im Bewegungsablauf dem des Kraulschwimmens.

In der Ausbildung der Schwimmer steht an letzter Stelle das Schmetterlingsschwimmen, auch Delfin genannt. Es ist besonders anstrengend und fordert deshalb eine starke Rücken- und Bauchmuskulatur. In diesem eleganten Stil durchläuft der Körper eine ständige Wellenbewegung, die der eines Delfins gleicht. Aus dem Schwung dieser Bewegung werden die Arme gleichzeitig über den Kopf nach vorne geführt.

Bei Schwimmwettbewerben werden diese Schwimmstile in unterschiedlichen Wettkämpfen auf verschiedenen Distanzen ausgeführt. Alle vier Schwimmarten werden auf 50, 100 und 200 Metern geschwommen. Außerdem gibt es Freistilrennen über 400, 800 und 1500 Meter. Im Lagenschwimmen werden alle Schwimmarten zusammengeführt: In der Reihenfolge Schmetterling, Rücken, Brust und Kraul werden 100 bis 400 Meter-Distanzen bewältigt. 

Diese Strecken werden in Schwimmbädern ausgetragen. Distanzen über 1500 Meter finden auf Wettkämpfen in offenen Gewässern statt. Diese Langstreckenschwimmer absolvieren bis zu 25 km.

Neben den Einzelwettbewerben gibt es Staffelwettbewerbe in verschiedenen Schwimmarten.

Schwimmen gehört seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 zum Olympischen Programm. Nicht zu diesem Programm gehören jedoch bis heute die 50 m Distanzen von Brust, Rücken und Schmetterling. Die Wettbewerbe finden in 50m Becken statt. Seit 1912 dürfen auch Frauen am Schwimmsport bei Olympischen Spielen teilnehmen.

Seit 1973 finden offizielle Weltmeisterschaften im Schwimmen statt. Neben dem Schwimmen werden hier auch die Wettbewerbe des Wasserspringens, Synchronschwimmens, Wasserballs und des Langstreckenschwimmens ausgetragen. Es gibt für die Schwimmer sowohl Meisterschaften in 50 m als auch in 25 m Becken.

(Quelle: wikipedia)

Der Ablauf eines Wettkampfes

Einige Wochen vor jedem Wettkampf werden Ausschreibungen an die Vereine geschickt, die die Wettkampfreihenfolge, Meldetermine, Regelungen und Ähnliches beinhalten. Die Trainer entscheiden nun, auf welchen Distanzen ihre Sportler starten sollen und leiten diese Informationen zusammen mit den aktuellsten Zeiten auf diesen Strecken an die Organisatoren weiter. Aus diesen Meldezeiten wird das Meldeergebnis erstellt, das die Lauf- und Bahnverteilung bekannt gibt. Entsprechend der Meldezeiten schwimmen die schnellsten Schwimmer im letzten Lauf des entsprechenden Wettbewerbes. Außerdem werden die Bahnen der Läufe nach den Zeiten verteilt. Auf der mittelersten Bahn, bei acht Bahnen ist dies Bahn 4, startet der Schwimmer mit der schnellsten Meldezeit, der Zweitschnellste auf Bahn 5 , der Drittschnellste auf Bahn 3, dann Bahn 6, 2,7,1 und der Schwimmer mit der langsamsten Zeit auf Bahn 8.

Bei großen Schwimmveranstaltungen sowie bei internationalen Veranstaltungen müssen sich die Schwimmer für einen Finallauf qualifizieren. In den Vorläufen qualifizieren sich die besten 16 Sportler gemäß ihren Zeiten für die beiden Halbfinals, aus denen die acht Finalteilnehmer hervorgehen.

Am Tag des Wettkampfes ist einige Stunden vor Beginn Einlass in die Schwimmhalle. Es besteht nun die Möglichkeit, sich im Wasser einzuschwimmen, um die Bedingungen im Bad kennen zu lernen und die Muskulatur aufzuwärmen. Vor jedem Start erfolgt neben den Vorbereitungen auf das Rennen eine kurze Aufwärm- und Konzentrationsphase. Vor jedem Lauf werden die Schwimmer aufgerufen, um diese kurz vorzustellen und die Anwesenheit der Schwimmer zu kontrollieren.
Anschließend erfolgt der Start zum Wettkampf.