Das erste Großtrampolin baute im Mittelalter Monsieur du Trampolin und nutzte es für seine Zirkusauftritte.1928 griff der Amerikaner Georg Nissen die Idee wieder auf und entwickelte ein neues Sprunggerät. Durch die Faszination die das Trampolin auf die Menschen ausübte kam es zu rasanten Entwicklungen. Aus den ursprünglich benutzten Rollladengurten oder Fahrradschläuchen ist bis heute ein High-Tech-Nylontuch geworden:
118 Edelstahlfedern befestigen ein Tuch, das aus 4mm breiten Nylonbändern gewebt und vernäht ist, an einem Metallrahmen. Um den Aktiven vor Verletzungen zu schützen, sind diese Federn abgedeckt.
Die Sprungfläche, das Tuch genannt, ist ca. 4,30m lang und 2,10m breit. Im aufgebauten Zustand ist das Trampolin etwa. 5,20m lang, 3,05m breit und 1,30m hoch.
Wettkämpfe
Allgemeine Bestimmungen für Wettkämpfe (vgl. http://www.wikipedia.de/)
Eine Übung auf dem Trampolin besteht aus 10 Sprüngen, was 10 Tuchberührungen entspricht. Sie wird aus dem Anspringen mit dem ersten von einem Strecksprung abweichenden Sprung begonnen. Erlaubt sind Landungen
- auf beiden Füßen,
- im Sitzen (Sitzlandung),
auf dem Rücken (Rückenlandung) oder![]()
auf dem Bauch (Bauchlandung).
Der letzte Sprung einer Übung muss immer in den Stand geturnt werden.
Eine gute Übung zeichnet sich zum einen durch eine sichere korrekte Ausführung und gestreckte Körperglieder aus, bewertet als Haltung, zum anderen durch eine hohe Schwierigkeit.
Übungen werden Einzeln oder in einem Synchronwettkampf zu Zweit auf nebeneinander stehenden Geräten geturnt.
Synchronturnen – Duos in Harmonie

Foto: Angela Mayer und Resi Peppel
Beim Synchronspringen muss einerseits jeder seine eigene Übung möglichst perfekt zeigen, zum anderen muss es gelingen, die Übungsteile in gleicher Höhe und im gleichen Rhythmus zu turnen.Die Abstimmung bei Flugteilen und Landungen im Tuch geschieht sowohl durch Blickkontakt als auch über Gehör.
Wertung bei Wettkämpfen
Die Haltungsnoten werden von 5 Kampfrichtern bestimmt. Für 10 perfekte Sprünge kann man pro Kampfrichter 10 Punkte bekommen. Von diesen 10 Punkten werden die Haltungsabzüge subtrahiert (je Sprung max. 0,5 Pkt.). Die höchste und niedrigste Haltungsnote werden gestrichen und die verbleibenden drei Noten ergeben in der Summe die Haltungsnote.
Für die Ermittlung des Schwierigkeitswertes sind ein bis zwei Kampfrichter zuständig, die gemeinsam einen Schwierigkeitswert berechnen (siehe Schwierigkeitsberechnung).
In Synchronwettkämpfen wird die Haltung jedes der beiden Turner von zwei Kampfrichtern bestimmt, von deren insgesamt vier Noten ebenfalls die höchste und niedrigste Note gestrichen werden.
Die Synchronität bewerten 3 Kampfrichter, deren nach den Streichungen verbleibende mittlere Note verdoppelt in das Gesamtergebnis eingeht.
Es wird unterschieden in Pflichtübungen und Kürübungen.
Pflichtübungen sind 10-teilige Übungen mit vorgegebenen Elementen.
Kürübungen werden aus 10 beliebigen und verschiedenen Sprungelementen kombiniert. In den Kürübungen gilt es, den Schwierigkeitsgrad der Elemente in Kombination mit der Ausführung dieser zu optimieren. Ein Wettkampf hat im Normalfall 3 Durchgänge:
Pflichtübung, bei der nur die Ausführung bewertet wird (Ausnahme: Übung M10, hier wird die Schwierigkeit von 2 beliebigen Sprüngen mitbewertet)
Kürübung, bei der Ausführung und Schwierigkeit bewertet werden
Finale, bei dem nur die besten 10 (im Normalfall) TurnerInnen eine zweite Kür springen
Schwierigkeitsberechung
Die Schwierigkeit eines Sprunges wird durch die Anzahl der Rotationen um die Körper-Längsachse (Schrauben) und die Körper-Querachse (Salto) bestimmt.
Je 1/2-Schraube gibt es 0,1 Punkte,
Je 1/4-Salto gibt es ebenfalls 0,1 Punkte.
Als Bonus gibt es 0,1 Punkte für jede volle 360 Grad Salto-Rotation.
Als Bonus gibt es 0,1 Punkte für jeden vollen Salto in gestreckter oder gebückter Ausführung jedoch maximal 0,2 Punkte und nur bei Salti ohne Schrauben bzw. Mehrfachsalti mit Schrauben.
Ein Sprung vom Stand in die Rückenlandung zählt als 1/4 Salto rückwärts und wird somit mit 0,1 Punkten in der Schwierigkeit bewertet. Ein Sprung vom Stand in den Sitz hat keine Schwierigkeitswertung, da weder eine Schraube noch ein Viertelsalto gesprungen wurde.


